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socialbranche

Ratgeber

Welche Social-Media-Plattform passt zu meinem Unternehmen?

Die Plattform-Frage ist einfacher, als sie wirkt: Es gewinnt nicht die Plattform mit den meisten Nutzern, sondern die, auf der Ihre Zielgruppe Ihre Art von Inhalt erwartet - und die Sie realistisch bespielen können. Für die meisten kleinen Betriebe läuft es auf einen von vier Kandidaten hinaus.

Instagram: der Standard für sichtbare Arbeit

Wenn Ihre Arbeit ein Ergebnis hat, das man fotografieren oder filmen kann - Frisur, Fassade, Teller, Tattoo, Garten - ist Instagram fast immer die erste Wahl. Die Zielgruppe reicht inzwischen weit über junge Nutzer hinaus bis in die Altersgruppe 50 plus. Der Aufwand ist planbar: min. 2 Beiträge pro Woche, Kurzvideos wirken stärker als Fotos. Der Einstieg beginnt mit einem sauberen Unternehmensprofil.

TikTok: Reichweite und Nachwuchs

TikTok belohnt Inhalte, nicht Followerzahlen - ein neuer Account kann mit einem einzigen guten Video zehntausende Menschen erreichen. Das macht die Plattform interessant für zwei Ziele: schnelle Sichtbarkeit und die Ansprache von Schulabgängern und jungen Fachkräften. Wer Auszubildende sucht, findet hier die Zielgruppe, die auf Stellenportalen längst nicht mehr unterwegs ist (mehr dazu im Leitfaden Social Recruiting). Voraussetzung: regelmäßige Kurzvideos mit echtem Einblick - Hochglanz funktioniert hier schlechter als Authentizität.

LinkedIn: der Kanal für Geschäftskunden

Wenn Ihre Kundschaft aus Unternehmen besteht - Sie beraten, liefern zu, bauen für Gewerbe - ist LinkedIn der Kanal mit der kürzesten Strecke zur Anfrage. Entscheider sind dort erreichbar, und ein fachlicher Beitrag pro Woche genügt für den Anfang. Für Betriebe mit reiner Privatkundschaft lohnt der Aufwand dagegen selten. Typische LinkedIn-Branchen sind etwa Unternehmensberater, IT-Dienstleister oder Steuerberater.

Facebook: lokal noch immer unterschätzt

Für lokale Betriebe mit Kundschaft ab Mitte 40 bleibt Facebook relevant - vor allem über lokale Gruppen und Veranstaltungen. Als alleiniger Kanal trägt es selten, als Zweitverwertung der Instagram-Inhalte kostet es kaum Mehraufwand.

Und das Google-Unternehmensprofil?

Kein Social-Media-Kanal, aber für lokale Betriebe der wichtigste Sichtbarkeits-Baustein überhaupt: Wer "Friseur + Ortsname" sucht, sieht zuerst die Google-Profile. Einrichtung und Pflege kosten einmalig etwa eine Stunde und danach wenige Minuten im Monat - dieser Aufwand hat bei lokalen Betrieben die beste Kosten-Nutzen-Rechnung von allen Kanälen und gehört daher in jede Kanal-Entscheidung hinein.

Die Entscheidung in drei Fragen

  • Wer entscheidet über Ihren Umsatz? Privatkunden vor Ort - Instagram plus Google-Profil. Unternehmen - LinkedIn. Künftige Auszubildende - TikTok.
  • Was können Sie zeigen? Sichtbare Ergebnisse - Instagram. Wissen und Einordnung - LinkedIn. Menschen und Alltag - TikTok.
  • Wie viel Zeit ist wirklich da? Unter 2 Stunden pro Woche - nur Google-Profil plus ein Kanal mit reduzierter Frequenz. Alles andere führt zu verwaisten Profilen, die mehr schaden als nutzen.

Nur 31 % der kleinen Unternehmen in Deutschland nutzen überhaupt soziale Netzwerke (Eurostat, Stand 2023) - wer den passenden Kanal konsequent bespielt, hat in den meisten Branchen erstaunlich wenig Konkurrenz. Die auf Ihre Branche zugeschnittene Empfehlung samt Betriebszahlen finden Sie im jeweiligen Branchen-Leitfaden.

Konkret für Ihre Branche

Die Empfehlungen unterscheiden sich je Branche deutlich. Direkt zum passenden Leitfaden:

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